Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur

Der Arbeitsschwerpunkt der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur liegt auf dem Bereich der sachlich-dokumentarischen Fotografie. Konkret geschieht dies durch die wissenschaftliche Betreuung ihrer Sammlungsbestände und die Durchführung von Forschungsprojekten. Einen weiteren Arbeitsschwerpunkt bildet die Konzeption und Realisation von Ausstellungen, die ein Beitrag zum regionalen, nationalen und internationalen Kunst- und Kulturangebot mit entsprechender Rezeption sind. Besucher aller Interessensbereiche sind ebenso angesprochen wie Experten.

Zur Sammlung gehören über 30.000 Fotografien von historischen und zeitgenössischen Fotografen unterschiedlicher Nationalität. An erster Stelle steht das August-Sander-Archiv mit über 10.500 Negativen und 5.500 Originalabzügen des deutschen Fotografen (1876-1964) sowie wesentliche Werkgruppen aus dem Œuvre des Künstlerpaars Bernd und Hilla Becher, die insgesamt über 3.500 Abzüge umfassen. Beide Positionen sind seit 1992 bzw. 1996 stilistisch und inhaltlich maßgebend für die weitere Entwicklung der Sammlung. Insbesondere eine langfristige Leihgabe mit Originalabzügen von Karl Blossfeldt aus der Universität der Künste Berlin erweitert den Schwerpunkt sachlicher Fotografie. Eine umfangreiche Ergänzung bildet darüber hinaus die Sammlung der Deutschen Gesellschaft für Photographie, die zwischen den 1950er und 1980er Jahren angelegt und 1993 für den Bestand angekauft wurde.

Mit vielen Künstlerinnen und Künstlern besteht eine engere Zusammenarbeit, so mit Hilla Becher hinsichtlich der Aufarbeitung bestimmter Werkkonvolute aus ihrem Archiv. Mit der Institution besonders verbunden ist zudem Jim Dine, der seit 2004 sein gesamtes fotografisches Werk der Sammlung anvertraut. Umfassende Konvolute von Boris Becker, Joachim Brohm, William Christenberry, Paul Dobe, Ruth Hallensleben, Gabriele und Helmut Nothhelfer, Albert Renger-Patzsch, Wilhelm Schürmann und Stephen Shore werden darüber hinaus betreut. Die Sammlung wird kontinuierlich erweitert, dies geschieht unter anderem auch durch Dauerleihgaben und großzügige Schenkungen.

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur bespielt im Kölner Mediapark mehrere, musealen Standards entsprechende Ausstellungsräume mit insgesamt 450 qm. Gezeigt werden Präsentationen, die aus dem hauseigenen Bestand zusammengestellt werden, aber auch solche, die damit im Dialog stehen. Die Ausstellungen wechseln zwei- bis dreimal im Jahr. Meistens werden sie von Publikationen begleitet, die in der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur erarbeitet werden.

Für Wissenschaftler besteht die Möglichkeit, sich nach Terminabsprache ausgewählte Sammlungsstücke im Studienraum der Institution vorlegen zulassen. Regelmäßig werden der Öffentlichkeit in Archivpräsentationen einzelne Bestände vorgestellt. Der Austausch mit regionalen und internationalen Institutionen nimmt einen hohen Stellenwert ein. Dafür stehen viele in Kooperation durchgeführte Ausstellungsprojekte sowie ein umfangreicher Leihverkehr.

Die Themen Porträt, Landschaft, Architektur, der urbane und industrielle Lebensraum stehen im Vordergrund der Sammlungs- und Ausstellungstätigkeit der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur. Einbezogen werden historische und zeitgenössische Positionen, so dass Wechselbeziehungen nachvollziehbar werden. Der Fokus richtet sich auf Künstler, die ihr Konzept über längere Zeiträume entwickeln, mitunter medienübergreifend, aber selten inszenierend arbeiten.

Eine Fachbibliothek mit über 7.000 Büchern und rund 14.000 Aufsätzen, darunter der originalen August-Sander-Bibliothek, erworben mit Unterstützung der REWE Zentralfinanz, bietet einen geeigneten Rahmen, sich nach Voranmeldung in spezielle Fragestellungen oder Forschungsthemen zu vertiefen.

Adresse

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur
Im Mediapark 7
50670 Köln
Deutschland

Ansprechpartner

Gabriele Conrath-Scholl (Leitung)
Tel: +49 (0) 221-88895 300
E-Mail: conrath-scholl@sk-kultur.de
www.sk-kultur.de/photographie