Lesenswert

Pläne für ein bundesdeutsches Fotoinstitut

Kulturstaatsministerin Monika Grütters lud am 1. Juli 2019 zur Podiumsdiskussion "Fotoarchive – Kulturgut oder Handelsware?" in die Akademie der Künste in Berlin ein. Seither wird viel über ein erstes bundesdeutsches Fotoinstitut diskutiert und spekuliert. Wichtige Medienbeträge und Pressemeldungen sind hier in chronologischer Reihenfolge zu finden. Außerdem: Link zur Plattform für Konzepte und Debatten

Das geplante Bundesdeutsche Institut für Fotografie. Konzepte und Debatten

Die Diskussionen über das geplante Bundesdeutsche Institut für Fotografie nehmen konkrete Formen an. Im März 2020 stellte die von Kulturstaatsministerin Monika Grütters berufene Expertenkommission ihr Konzept vor. Es folgten ein Statement der Essener Initiative und das Konzept vom Verein zur Gründung und Förderung eines Deutschen Fotoinstituts e. V. in Düsseldorf. Hier bieten wir ein Forum für die Debatte.

Rückblick: Lokaltermin am 18. Oktober 2019 in der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur in Köln

Bereits im Vorfeld sorgte die Ankündigung auf Einblicke in das August Sander Archiv in der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur plus zusätzlicher Führung durch die "Hochbunker"-Ausstellung von Boris Becker für großes Interesse an diesem Lokaltermin. Die Nachfrage war letztlich so groß, dass zwei parallele Führungen abgehalten werden mussten.

Rückblick: Lokaltermin am 23. Mai 2019 im Archiv Michael Schmidt in Berlin

Es gibt nicht viele Fotografen, die sich zu Lebzeiten um eine langfristige Sicherung ihres Archivs kümmern. Bei Michael Schmidt (1945-2014) war dies der Fall. Bereits 1999 wurde die Stiftung für Fotografie und Medienkunst mit Archiv Michael Schmidt gegründet. Stifter waren Michael Schmidt, der Deutsche Sparkassen- und Giroverband e.V. und die Norddeutsche Landesbank Girozentrale.

Nachlass Sascha Weidner im Sprengel Museum Hannover

Der Nachlass des Fotografen Sascha Weidner (1974-2015) wurde dem Sprengel Museum Hannover unmittelbar nach dessen Tod 2015 geschenkt. Im Sommer 2017 wurde mit der Ausstellung SASCHA WEIDNER. NACHLASSSICHTUNG I die Re-Aktivierung des Nachlasses angestrebt; diese zeigte 120 der insgesamt 225 als Werk identifizierbaren Objekte und orientierte sich an den von Weidner selbst noch autorisierten Portfolios und Installationsansichten. Die restlichen Teile des Nachlasses warten in Boxen verpackt nach wie vor darauf, gesichert, geprüft und umgelagert zu werden. Für drei dieser Werke übernimmt die Ernst von Siemens Kunststiftung nun die Kosten der Restaurierung.

Das fotojournalistische Werk Abisag Tüllmanns online

Zum 85. Geburtstag der Fotografin Abisag Tüllmann (1935-1996) startete die bpk-Bildagentur am 7. Oktober 2020 mit einer neuen Abisag Tüllmann Website. Die Online-Präsentation bildet den Abschluss eines umfassenden Projektes. Mit finanzieller Unterstützung der Abisag Tüllmann Stiftung wurde der pressefotografische Nachlass Tüllmanns im Archiv der bpk-Bildagentur der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in den vergangenen 3,5 Jahren erschlossen und digitalisiert.

LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster kauft Nachlass der Fotografin Annelise Kretschmer

Das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster hat mit Tausenden von Fotografien und Negativen den Nachlass der Dortmunder Fotografin Annelise Kretschmer (1903 - 1987) angekauft und damit die fotografische Sammlung des Museums beträchtlich erweitert. Zentral in Kretschmers Werk und im angekauften Nachlass ist das Porträt.

Rückblick: Lokaltermin am 3. September 2019 in der Alfred Ehrhardt Stiftung in Berlin

Seit 2010 bereichert die 2002 gegründete Alfred Ehrhardt Stiftung in der Berliner Auguststraße das fotokulturelle Programm der Stadt. Die Ausstellungstätigkeit ist dialogisch angelegt. Historische Fotografien und Filmkunst von Alfred Ehrhardt (1901-1984) werden ebenso präsentiert wie zeitgenössische Positionen, die sich in Anlehnung an Ehrhardts Werkthemen mit dem Begriff der »Natur« und den »Konstruktionen des Natürlichen« auseinandersetzen.
 

Rückblick: Lokaltermin am 28. Februar 2019 im Ruhr Museum Essen

10 Personen aus dem Ruhrgebiet, Düsseldorf, Bonn und Saarbrücken (vornehmlich Fotograf*innen) fanden den Weg zum Fotoarchiv des Ruhr Museums auf dem Gelände des Weltkulturerbe Zollverein in Essen. 10 Personen war gleichzeitig die Höchstzahl der möglichen Teilnehmer*innen und einige standen leider noch auf der Warteliste, so groß war die Nachfrage.

Bernd und Hilla Becher im Kunstarchiv Kaiserswerth

Ab diesem Frühjahr, mit Beginn des Düsseldorf Photo Weekend bis Ende August 2019, wird das Kunstarchiv Kaiserswerth in einem Pilotprojekt eine Ausstellung mit Photographien des Künstlerpaars Bernd und Hilla Becher zum Thema der Kohlebunker präsentieren. Die Zusammenstellung geht auf das Studio Becher unter der Leitung von Max Becher zurück. Insgesamt ist es ein Projekt in Kooperation mit der Stadt Düsseldorf und der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln.

Mit der Schenkung des STERN an die Bayrische Staatsbibliothek zieht eine der größten Fotosammlungen im deutschsprachigen Raum von Hamburg nach München

Das Fotoarchiv des STERN umfasst über 15 Millionen analoge Fotos aus der Zeit von 1948 bis 1997 in Form von Abzügen, Negativen und Dias. Die Bayrische Staatsbibliothek will die Sammlung nicht nur bewahren, sondern auch nutzbar machen. Dazu gehört auch die schrittweise Digitalisierung des Materials.

Rückblick: Lokaltermin Fotoarchiv am 21. November 2018 bei der bpk-Bildagentur in Berlin

Seit Eröffnung des Speichermagazins Friedrichshagen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz im Sommer 2014 stehen der bpk-Bildagentur für Kunst, Kultur und Geschichte am Fürstenwalder Damm 388 in Berlin-Köpenick 2.000 Quadratmeter für die Archivierung der Fotografiesammlung zur Verfügung. Der „Lokaltermin Fotoarchiv“ bot eine seltene Gelegenheit, die klimatisierten Räume zu besichtigen. Der Leiter der bpk-Bildagentur Hanns-Peter Frentz und seine Stellvertreterin Christina Stehr führten die DGPh-Mitglieder und gaben Einblick in die Ausrichtung der Institution.

Rückblick: Lokaltermin Fotoarchiv am 26. Oktober 2018 in Oberhausen

Die Ausstellung „STOFFWECHSEL – Die Ruhrchemie in der Fotografie“ bot einen idealen Rahmen für den Start unserer neuen Veranstaltungsreihe. Zu Beginn traf sich die Gruppe im beeindruckenden Peter-Behrens-Bau in Oberhausen. Hier ist noch bis zum 17. März 2019 mit 250 Fotografien der größte Teil der Ausstellung zu sehen, geordnet nach Themenschwerpunkten wie „Industrielandschaften“, „Mitarbeiter/Arbeitsplätze“ und „Ereignisse“. Zu den Höhepunkten gehören die Arbeiten von Albert Renger-Patzsch, darunter bisher unbekannte Motive. Ebenfalls zu entdecken: das Werk von Carl August Stachelscheid.

Symposion »Anlass: Nachlass«

Der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) veranstaltete am 12. Dezember 2015 in Kooperation mit der Akademie der Künste ein Symposion zum Thema Künstlernachlässe. Mit über 400 Teilnehmern war die Veranstaltung sehr gut besucht. Unter dem Titel »Anlass: Nachlass« referierten und diskutierten Vertreter von Initiativen für Künsternachlässe, Kulturpolitiker, Juristen und Künstler über die drängenden Fragen künstlerischer Nachlässe. Wiederholt wurde an Künstler und Künstlerinnen appelliert, sich frühzeitig Gedanken zu machen, was mit dem eigenen Werk einmal geschehen soll.

Fotostiftung Schweiz auf neuer Internet-Plattform

Die „Sammlung online“ der Fotostiftung Schweiz ist seit kurzem neu auf E-Pics, der von der ETH-Bibliothek betriebenen Bilddatenbank der ETH Zürich, öffentlich zugänglich. Unter den digitalisierten Fotografien befinden sich neben einer Vielzahl von Einzelbildern vor allem größere Bestände von bedeutenden Schweizer Fotografinnen und Fotografen, deren Archive von der Fotostiftung betreut werden. In einem ersten Schritt werden über 10.000 Bilder online präsentiert. Die übers Internet einsehbaren Bestände werden sukzessive erweitert.

WORKSHOP: Was bleibt vom Massenphänomen Fotografie?

Datum
bis
Auswahl – Abwehr – Akquise. Der Umbruch von der analogen zur digitalen Fotografie hat nicht nur unsere Alltagspraktiken stark verändert. Er stellt auch Institutionen vor eine Reihe von Herausforderungen. So werden seit einiger Zeit umfassende analoge Bestände wie Pressearchive oder fotografische Nachlässe an die öffentlichen Sammlungen übergeben, da sie in der Bildwirtschaft ausgedient haben.

Florence Declaration - Empfehlungen zum Erhalt analoger Fotoarchive

Mit einer in deutscher, englischer, italienischer, französischer und polnischer Sprache veröffentlichten Erklärung möchte das Kunsthistorische Institut in Florenz das Verständnis für die grundsätzliche Bedeutung analoger Fotoarchive für die Zukunft der Geistes-, Sozial- und Humanwissenschaften fördern. Analoge Fotoarchive sind Teil unseres kulturellen Erbes. Die »Florence Declaration« will das öffentliche Bewusstsein hierfür erhöhen.