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Rückblick: Lokaltermin am 23. Mai 2019 im Archiv Michael Schmidt in Berlin

Es gibt nicht viele Fotografen, die sich zu Lebzeiten um eine langfristige Sicherung ihres Archivs kümmern. Bei Michael Schmidt (1945-2014) war dies der Fall. Bereits 1999 wurde die Stiftung für Fotografie und Medienkunst mit Archiv Michael Schmidt gegründet. Stifter waren Michael Schmidt, der Deutsche Sparkassen- und Giroverband e.V. und die Norddeutsche Landesbank Girozentrale.

Rückblick: Lokaltermin am 28. Februar 2019 im Ruhr Museum Essen

10 Personen aus dem Ruhrgebiet, Düsseldorf, Bonn und Saarbrücken (vornehmlich Fotograf*innen) fanden den Weg zum Fotoarchiv des Ruhr Museums auf dem Gelände des Weltkulturerbe Zollverein in Essen. 10 Personen war gleichzeitig die Höchstzahl der möglichen Teilnehmer*innen und einige standen leider noch auf der Warteliste, so groß war die Nachfrage.

Bernd und Hilla Becher im Kunstarchiv Kaiserswerth

Ab diesem Frühjahr, mit Beginn des Düsseldorf Photo Weekend bis Ende August 2019, wird das Kunstarchiv Kaiserswerth in einem Pilotprojekt eine Ausstellung mit Photographien des Künstlerpaars Bernd und Hilla Becher zum Thema der Kohlebunker präsentieren. Die Zusammenstellung geht auf das Studio Becher unter der Leitung von Max Becher zurück. Insgesamt ist es ein Projekt in Kooperation mit der Stadt Düsseldorf und der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln.

Mit der Schenkung des STERN an die Bayrische Staatsbibliothek zieht eine der größten Fotosammlungen im deutschsprachigen Raum von Hamburg nach München

Das Fotoarchiv des STERN umfasst über 15 Millionen analoge Fotos aus der Zeit von 1948 bis 1997 in Form von Abzügen, Negativen und Dias. Die Bayrische Staatsbibliothek will die Sammlung nicht nur bewahren, sondern auch nutzbar machen. Dazu gehört auch die schrittweise Digitalisierung des Materials.

Rückblick: Lokaltermin Fotoarchiv am 21. November 2018 bei der bpk-Bildagentur in Berlin

Seit Eröffnung des Speichermagazins Friedrichshagen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz im Sommer 2014 stehen der bpk-Bildagentur für Kunst, Kultur und Geschichte am Fürstenwalder Damm 388 in Berlin-Köpenick 2.000 Quadratmeter für die Archivierung der Fotografiesammlung zur Verfügung. Der „Lokaltermin Fotoarchiv“ bot eine seltene Gelegenheit, die klimatisierten Räume zu besichtigen. Der Leiter der bpk-Bildagentur Hanns-Peter Frentz und seine Stellvertreterin Christina Stehr führten die DGPh-Mitglieder und gaben Einblick in die Ausrichtung der Institution.

Rückblick: Lokaltermin Fotoarchiv am 26. Oktober 2018 in Oberhausen

Die Ausstellung „STOFFWECHSEL – Die Ruhrchemie in der Fotografie“ bot einen idealen Rahmen für den Start unserer neuen Veranstaltungsreihe. Zu Beginn traf sich die Gruppe im beeindruckenden Peter-Behrens-Bau in Oberhausen. Hier ist noch bis zum 17. März 2019 mit 250 Fotografien der größte Teil der Ausstellung zu sehen, geordnet nach Themenschwerpunkten wie „Industrielandschaften“, „Mitarbeiter/Arbeitsplätze“ und „Ereignisse“. Zu den Höhepunkten gehören die Arbeiten von Albert Renger-Patzsch, darunter bisher unbekannte Motive. Ebenfalls zu entdecken: das Werk von Carl August Stachelscheid.

Symposion »Anlass: Nachlass«

Der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) veranstaltete am 12. Dezember 2015 in Kooperation mit der Akademie der Künste ein Symposion zum Thema Künstlernachlässe. Mit über 400 Teilnehmern war die Veranstaltung sehr gut besucht. Unter dem Titel »Anlass: Nachlass« referierten und diskutierten Vertreter von Initiativen für Künsternachlässe, Kulturpolitiker, Juristen und Künstler über die drängenden Fragen künstlerischer Nachlässe. Wiederholt wurde an Künstler und Künstlerinnen appelliert, sich frühzeitig Gedanken zu machen, was mit dem eigenen Werk einmal geschehen soll.

Fotostiftung Schweiz auf neuer Internet-Plattform

Die „Sammlung online“ der Fotostiftung Schweiz ist seit kurzem neu auf E-Pics, der von der ETH-Bibliothek betriebenen Bilddatenbank der ETH Zürich, öffentlich zugänglich. Unter den digitalisierten Fotografien befinden sich neben einer Vielzahl von Einzelbildern vor allem größere Bestände von bedeutenden Schweizer Fotografinnen und Fotografen, deren Archive von der Fotostiftung betreut werden. In einem ersten Schritt werden über 10.000 Bilder online präsentiert. Die übers Internet einsehbaren Bestände werden sukzessive erweitert.

WORKSHOP: Was bleibt vom Massenphänomen Fotografie?

Datum
bis
Auswahl – Abwehr – Akquise. Der Umbruch von der analogen zur digitalen Fotografie hat nicht nur unsere Alltagspraktiken stark verändert. Er stellt auch Institutionen vor eine Reihe von Herausforderungen. So werden seit einiger Zeit umfassende analoge Bestände wie Pressearchive oder fotografische Nachlässe an die öffentlichen Sammlungen übergeben, da sie in der Bildwirtschaft ausgedient haben.

Florence Declaration - Empfehlungen zum Erhalt analoger Fotoarchive

Mit einer in deutscher, englischer, italienischer, französischer und polnischer Sprache veröffentlichten Erklärung möchte das Kunsthistorische Institut in Florenz das Verständnis für die grundsätzliche Bedeutung analoger Fotoarchive für die Zukunft der Geistes-, Sozial- und Humanwissenschaften fördern. Analoge Fotoarchive sind Teil unseres kulturellen Erbes. Die »Florence Declaration« will das öffentliche Bewusstsein hierfür erhöhen.

Die Stiftung »Archeologia Fotografii« in Warschau

Unter der kommunistischen Vorherrschaft wurde die bis ins 19. Jahrhundert zurückreichende Tradition privater Fotosammlungen für Jahrzehnte gekappt. Besitzer und Erben hatten gute Gründe, in diesen Zeiten die Hand auf Bild- und Dokumentenarchive zu halten. Das ist eine Erklärung dafür, dass sich die Nachlässe polnischer Fotografen überwiegend in der Hand der Familien befinden. Die Estates können jedoch – anders als in Deutschland – die Hilfe einer Institution in Anspruch nehmen, die sich auf die Sicherung, Erschließung und Nutzung solcher Archive spezialisiert hat.

Über den Wert der Fotografie. Bericht über eine Tagung in Aarau.

Am 23./24. März 2012 fand in Aarau eine internationale und interdisziplinäre Tagung zum Thema »Über den Wert der Fotografie. Wissenschaftliche Kriterien für die Bewahrung von Fotosammlungen« statt. Veranstalter waren das Seminar für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie der Universität Basel, das Staatsarchiv des Kantons Aargau und die Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde (SGV). Mit freundlicher Genehmigung des Autors Mirco Melone (eikones NFS Bildkritik / NCCR Iconic Criticism, Universität Basel) und des Internet Fachforums H-Soz-u-Kult veröffentlichen wir nachfolgenden Tagungsbericht. 

Ausgelagert, abgeschafft und weggeworfen  Historische Pressebildarchive im digitalen Wertschöpfungsprozess

Historische Pressefotografie ist nicht nur ein Speichermedium, mit dessen Hilfe sich Informationen in Zeitungen, Zeitschriften, Büchern und elektronischen Medien über unsere Geschichte verbreiten lassen – historische Pressefotos sind auch materielle Objekte, die im Archiv verwaltet werden müssen, um ihre Informationen preisgeben zu können. Während dies bei aktuellen Fotografien inzwischen über digitale Datenbanken geschieht, gilt es für historische Pressebildarchive nur bedingt.

Die Fotostiftung Schweiz in Winterthur. Fragen an Dr. Peter Pfrunder

Die 1971 gegründete Fotostiftung Schweiz (Schweizerische Stiftung für die Photographie) betreut Nachlässe und Archive zahlreicher Schweizer Fotografinnen und Fotografen und nimmt zusammen mit ProLitteris auch deren Urheberrechte wahr. Die Nachlässe, bestehend aus mehr oder weniger vollständigen Negativarchiven, Originalabzügen, Kontaktkopien, Publikationsbelegen und Dokumenten, werden nach und nach aufgearbeitet und in Publikationen und Ausstellungen vorgestellt.