Institutionen

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Collection Regard (Berlin)

Die Collection Regard ist eine Sammlung für Fotografie, die sich der Entdeckung und Wiederentdeckung fotografischer Werke und Fotografen verschrieben hat. Den Schwerpunkt bildet die deutsche Schwarzweiß-Fotografie bis in die 1990er, mit besonderem Fokus auf das Thema Berlin. Als Einrichtung zwischen Museum und Galerie schlägt die Collection Regard den Bogen zwischen Aufbewahrung, Aufbereitung und Präsentation von unbekannten Fotografien. Das Hauptaugenmerk gilt der Aufarbeitung des Œuvres von Hein Gorny (1904-1967), dessen Nachlass hier betreut wird.

Ernst Schwitters, Fotoarchiv in der Kurt und Ernst Schwitters Stiftung (Hannover)

Die Kurt und Ernst Schwitters Stiftung besitzt den gesamten künstlerischen Nachlass des Fotografen Ernst Schwitters (1918–1996), der als Sohn von Kurt und Helma Schwitters in Hannover geboren wurde. Sein Großvater schenkte ihm 1927 seinen ersten Fotoapparat, eine Agfa-Balgenkamera mit Glasplattennegativ im Format 9 x 12 cm. Zusammen mit seinen Eltern bereiste er 1929 Norwegen – ein Land, das ihn fortan nicht mehr losließ und in das er 1936 flieht.

Evelyn Richter Archiv, im Museum der bildenden Künste (Leipzig)

Das Evelyn Richter Archiv, ein Kooperationsprojekt von Ostdeutscher Sparkassenstiftung und Museum der bildenden Künste Leipzig, nahm mit der Vertragsunterzeichnung am 12. November 2009 seine Arbeit auf. Den Grundstock bildet das im Sommer 2009 von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung erworbene Hauptwerk der 1930 in Bautzen geborenen Fotografin Evelyn Richter. Da Evelyn Richter über Jahrzehnte kontinuierlich in Serien gearbeitet hat, lassen sich anhand der über 730 Fotografien des Archivs ihr fotografisches Schaffen und künstlerisches Anliegen außerordentlich gut nachvollziehen.

Harald Hauswald Archiv (Berlin)

In Berlin-Weißensee startet der Ostkreuz-Verein für Fotografie im November 2017 mit der Archivierung und Digitalisierung des Negativ-Bestandes des Fotografen Harald Hauswald. Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur unterstützt das gemeinsame Vorhaben mit 200.000 €. Über 230.000 Schwarz-Weiß- und Farbaufnahmen aus Hauswalds Negativ-Bestand werden innerhalb der nächsten zwei Jahre konservatorisch gesichert und digitalisiert.

Helmut Gernsheim Archiv, im Forum Internationale Photographie (Mannheim)

Helmut Gernsheim (1913-1995) gilt als der Wegbereiter eines neuen Zweiges der Kunstwissenschaft. Früh erkannte er die Fotografie als ein autonomes künstlerisches Medium. Nicht nur als Fotograf, sondern auch als Sammler und Forscher gilt Gernsheim als richtungsweisender Pionier. Angeregt durch Beaumont Newhall, dem ehemaligen Kurator am Museum of Modern Art in New York, legte er 1945 den Grundstein zu seiner international renommierten »Gernsheim Collection«.

Helmut Newton Stiftung (Berlin)

Die Helmut Newton Stiftung kümmert sich um die Erschließung, Bewahrung und Präsentation des fotografischen Werkes ihres Gründers sowie desjenigen seiner Frau June, die seit 1970 unter dem Namen Alice Springs ein eigenständiges und bedeutendes Werk geschaffen hat. 

Institut Heidersberger (Wolfsburg)

Kein „staubiges“ Archiv oder gar ein „muffiges“ Museum, sondern ein Ort, an dem in einem ständigen Entwicklungsprozess neue Wege der Vermittlung und Bildung beschritten werden. Dies waren die selbstgesetzten Vorgaben bei der Gründung des Institut Heidersberger im November 2002. Zudem sollte das künstlerische Lebenswerk von Heinrich Heidersberger (1906–2006) bewahrt und kontextualisiert werden, immer in Auseinandersetzung mit der klassischen, mit der zeitgenössischen Fotografie.

Museum der Arbeit, Archiv (Hamburg)

Seit 1983 entsteht im Archiv des 1997 eröffneten Museums der Arbeit eine umfangreiche Sammlung von privaten Vor- und Nachlässen sowie Hamburger Firmenarchiven zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Stadt Hamburg. Zu den Archivalien zählen neben Urkunden, Akten, Schriftwechseln, persönlichen Dokumenten, Karten, Plänen, Werbemitteln, Filmen und Tonbändern auch zahlreiche Fotografien. Insgesamt befinden sich geschätzt rund 250.000 Fotografien in den Sammlungen des Museums, die fortlaufend weiter digital erschlossen werden.

Rheinisches Bildarchiv Köln (Köln)

Das Rheinische Bildarchiv Köln ist seit seiner Gründung im Jahr 1926 auf Sachaufnahmen in den und für die Kölner Museen spezialisiert. Daher machen Fotografien von Kunstwerken und Sammlungsobjekten einen wichtigen Teil des Bestands aus. Fotografinnen und Fotografen des RBAs dokumentieren neben Ausstellungseröffnungen auch die Präsentationen der Objekte und weitere wichtige Ereignisse in den Kölner Museen und der Stadt Köln. Dazu gehören auch Portätaufnahmen von Kölner Persönlichkeiten von öffentlichem Interesse.

Robert Häusser Archiv, im Forum Internationale Photographie (Mannheim)

Der in Stuttgart geborene Fotograf Robert Häusser (1924-2013) hat sein Fotoarchiv bereits 2003 dem Forum Internationale Photographie übergeben. Häusser, ein Pionier der zeitgenössischen Fotografie, gehört zu den wenigen international anerkannten deutschen Fotografen der Nachkriegszeit. Mit seiner unverwechselbaren Handschrift hat er Maßstäbe gesetzt. Schon in den 1950er und 1960er Jahren sind seine Arbeiten in Galerien und Museen ausgestellt worden.

Sammlung Historische Reisefotografie, im Forum Internationale Photographie (Mannheim)

Der Sammlungsbestand des Forums Internationale Photographie basiert auf drei bedeutenden Archiven, die die Zeit von den Anfängen der Fotografiegeschichte bis zur Gegenwart umspannen. Sie werden in regelmäßigen Szenenwechseln der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und bilden die Grundlage für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Medium Fotografie.

Stadtarchiv Worms (Worms)

Das Stadtarchiv Worms, damals Kulturinstitute, baut seit den 1940er Jahren systematisch ein Fotoarchiv auf und bewahrt in seinem klimatisierten Magazin ca. 530.000 Negative, darunter ca. 18.700 Fotoplatten aus Glas. Das Interesse richtet sich seit jeher auf geschlossene Fotografennachlässe.

Stiftung für Fotografie und Medienkunst mit Archiv Michael Schmidt (Hannover)

Michael Schmidt (1945-2014) gehört zu den stilprägenden Fotografen in Deutschland. Er gründete 1976 die Werkstatt für Photographie an der Volkshochschule Berlin-Kreuzberg und war auch nach ihrem Ende 1986 als Dozent tätig. In seiner eigenen fotografischen Arbeit im dokumentarischen Stil setzte er sich mehrfach mit seiner Geburtsstadt Berlin auseinander, am bekanntesten ist die Serie „Waffenruhe“, die erstmals 1987 und 2018 in einer Neuauflage als Buch erschien.

ullstein bild, Pressearchiv (Berlin)

Ullstein bild ist ein Pressebildarchiv in Berlin mit heute mehr als 12 Millionen Fotografien, ca. 4 Millionen sind online verfügbar. Die fotografischen Bestände reichen bis in die 1890er Jahre, bis in die Anfänge der Illustrationsfotografie, zurück. Für den damaligen Ullstein Verlag arbeiteten die führenden Fotografen der Zeit. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm der Axel Springer Verlag das nahezu vollständig erhaltene Archiv (heute Axel Springer AG). Die Themenschwerpunkte liegen in den Bereichen Geschichte, Politik, Kultur und Sport sowie Persönlichkeiten, Wirtschaft und Soziales.